Ein viraler Schlaftrend namens "Mund-Taping" hat online an Popularität gewonnen, mit Behauptungen, dass das Verschließen des Mundes während des Schlafs die Atemmuster verbessern und Schnarchen reduzieren kann. Befürworter schlagen vor, dass diese einfache Methode die Nasenatmung erzwingt und möglicherweise die Schlafqualität verbessert. Zahnexperten warnen jedoch, dass diese Praxis erhebliche Risiken für die Mundgesundheit birgt, die Verbraucher sorgfältig abwägen sollten.
Befürworter argumentieren, dass die Nasenatmung drei wesentliche Vorteile gegenüber der Mundatmung bietet:
Theoretische Vorteile der erzwungenen Nasenatmung sind die Etablierung einer gewohnheitsmäßigen Nasenatmung, die Verringerung von Schlafunterbrechungen, die Reduzierung von Schnarchvibrationen und möglicherweise die Erhöhung des Blutsauerstoffgehalts.
Schlafexperten betonen, dass Mund-Taping keine robuste klinische Validierung aufweist. Die American Dental Association stellt fest, dass die Nasenatmung zwar Vorteile bietet, der künstliche Mundverschluss jedoch für die meisten Personen unnötige Risiken birgt. Patienten, die unter chronischem Schnarchen oder Schlafstörungen leiden, sollten sich an zugelassene Schlafmediziner wenden, anstatt Selbstbehandlungen mit unbewiesenen Methoden zu versuchen.
Während virale Gesundheitstrends oft einfache Lösungen versprechen, sollten Verbraucher potenzielle Folgen kritisch bewerten. Fachleute für Mundgesundheit raten davon ab, Mund-Taping ohne ärztliche Aufsicht anzuwenden, insbesondere bei Personen mit bereits bestehenden Atemwegserkrankungen. Wer sich Sorgen um die Schlafqualität macht, sollte evidenzbasierte Behandlungen über die entsprechenden Gesundheitskanäle priorisieren.